Child of my heart

Child of My HeartDas schlanke Buch mit dem interessanten Titel „Child of my heart“ der Amerikanerin Alice McDermott erzählt aus der Ich-Perspektive von einem Sommer im Leben der 15-jährigen Theresa. Ihre Eltern, die der Mittelschicht angehören, sind bewusst in eine reiche Gegend in Long Island gezogen, in der Hoffnung, dass sich ihr einziges Kind Theresa dort einen Namen mache und hoffentlich reich heirate. Die Geschichte spielt in einer Zeit, in der es noch keine Mobiltelefone oder gar Smartphones gibt. Und so ist in diesem Sommer alles idyllisch – und dann ist doch wieder alles im Aufruhr. Theresa merkt, dass ihre aufkeimende Weiblichkeit bei vielen älteren Männern für Interesse sorgt und leider auch machtgesteuerte Annäherungsversuche mit sich bringt. Theresa kommentiert nicht, liefert keine Erklärungsansätze. Die Dinge geschehen so, wie es plötzlich regnet oder dunkel wird.
Viel Raum nimmt Theresas Beschäftigung mit diversen Kindern und Haustieren ein, die sich in ihrer Obhut befinden. Es liest sich wie die Geschichte aus einem eigenen Sommer, den wir alle aus unserer eigenen Jugend kennen. Wie wir ihn einerseits missen und andererseits froh sind, dass wir uns weiterentwickelt haben. Die Zeit hat sich glücklicherweise weitergedreht. Insgesamt eine sehr schöne Geschichte in der „typisch“ amerikanischen Leichtigkeit geschrieben, die aber mit viel Tiefgang daherkommt.

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